Statt Flüchtlingen: Vermietung an einen Rechten

Dieser vermietet seit einigen Monaten ein Haus an das Landratsamt, in welches demnächst Flüchtlinge einziehen sollen. Laut der Pressesprecherin des Landratsamtes Meißen Kerstin Thoens zufolge ist die Gesinnung der Vermieter egal, es wird gemietet was zu haben ist damit der Zuteilungsschlüssel passt.
Lars Seidensticker ist in der rechten Szene kein Unbekannter, denn von DVU über Republikaner bis hin zur rechtsradikalen Partei ‚Pro Deutschland‘ hat Seidensticker eine ordentliche Laufbahn rechts außen absolviert. Auch mehrere Verfahren wegen Volksverhetzung und Körperverletzung [3] stehen in seiner Vita.

Dazu Sören Skalicks, Kreisrat der PIRATEN Meißen:

„In einer Zeit, in der nun fast täglich Flüchtlinge und deren Unterkünfte von Rechten angegriffen werden, ist es mehr als fahrlässig, dass dieses Angebot angenommen wurde. Die Aussage, dass eine rechte Gesinnung kein Ausschlusskriterium sei, zeigt auch wie lapidar sich mit der Sache auseinandergesetzt wird.

Das Landratsamt macht nun Geschäfte mit jemanden, der schon immer gegen Menschen hetzt welche nicht in sein Weltbild passen. Dass sich Geflüchtete Menschen bei diesem Mann sicher fühlen oder dass überhaupt ein adäquater Umgang zu erwarten ist, ist nicht wirklich vorstellbar.“

Nicht wirklich erklärbar ist auch, warum es überhaupt nötig sein sollte, unbedingt jede mögliche Wohnung ohne Bedenken der Umstände anzumieten, warum also scheinbar ein solcher Mangel an Wohnungen besteht. Allein die Stadt Meißen hatte im Januar vergangenen Jahres 2400 [3] leer stehende Wohnungen, die Leerstandsquote sah in vielen Regionen im Landkreis nicht anders aus. Die Piratenpartei hatte bereits vermehrt auf diesen Sachverhalt hingewiesen.